Motorcode finden: Wo er steht und warum er entscheidet

Motorcode finden: Wo er steht und warum er entscheidet

Wo steht der Motorcode bei VW, Mercedes, BMW und anderen Marken? So finden Sie Motor- und Getriebecode, auch über die FIN, und kaufen den passenden Ersatzmotor.

Den Motorcode finden Sie meist an zwei Stellen: auf einem Aufkleber oder Typschild im Fahrzeug (bei VW, Audi, Skoda und Seat zum Beispiel auf dem Datenträger im Serviceheft oder in der Reserveradmulde) und eingeschlagen am Motorblock selbst. Dieser Code, bei der VW-Gruppe auch Motorkennbuchstabe genannt, ist beim Kauf eines Ersatzmotors wichtiger als Marke, Modell oder PS-Zahl. Für das Getriebe gilt dasselbe mit dem Getriebecode.

Warum der Motorcode wichtiger ist als Modell und PS

Ein Fahrzeugmodell wird über seine Bauzeit häufig mit mehreren Motoren angeboten, oft sogar bei gleichem Hubraum und gleicher Leistung. Zwei Fahrzeuge mit der Angabe „2.0 TDI, 110 kW“ können deshalb unterschiedliche Motoren haben. Die Unterschiede stecken meist im Detail:

  • Abgasnorm und Abgasnachbehandlung
  • Einspritzsystem, Anbauteile und Nebenaggregate
  • Anschlüsse für Kabelbaum, Kühlkreislauf und Ansaugung
  • Motorlager, Ölwanne und Einbaulage im Motorraum
  • Abstimmung auf das Motorsteuergerät

Der Motorcode fasst all das in einer eindeutigen Bezeichnung zusammen. Stimmt der Code des Ersatzmotors mit dem Code Ihres alten Motors überein, haben Sie einen baugleichen Motor. Weicht er ab, kann der Motor trotzdem passen, das muss aber im Einzelfall geprüft werden. Genau an dieser Stelle entstehen teure Fehlkäufe, etwa wenn nach dem Einbau Anschlüsse nicht passen oder das Steuergerät nicht mitspielt.

Beim Getriebe ist es genauso. Hinter „Automatik“ oder „DSG“ verbergen sich je nach Fahrzeug ganz unterschiedliche Getriebe, bei der VW-Gruppe zum Beispiel ein DQ200 oder ein DQ250, jeweils mit eigenen Getriebecodes. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber DSG-Getriebe defekt.

Motorcode finden: Fundort nach Marke

Wo der Code steht, hängt vom Hersteller ab. Die Übersicht zeigt die Fundorte bei den Marken, die wir am häufigsten im Bestand haben:

Marke Motorcode: wo? Getriebecode: wo? Beispiele
VW, Audi, Skoda, Seat Datenträger-Aufkleber im Serviceheft oder in der Reserveradmulde, zusätzlich eingeschlagen am Motorblock Auf demselben Datenträger und am Getriebegehäuse Motor: CFFB, DTS; Getriebe: LHD, KXV
Mercedes-Benz Motornummer eingeschlagen am Motorblock, die ersten drei Ziffern nennen die Baureihe Typschild am Getriebegehäuse Motor: 651.921 (Baureihe OM651), M274; Getriebe: 722.906
BMW Motorkennung eingeschlagen am Block, meist links vorne unterhalb des Zylinderkopfs Typschild am Getriebegehäuse Motor: B48B20B, N18B16A; Getriebe: GA8HP50Z, GS6-53DZ
Andere Marken Meist eingeschlagen am Block oder auf einem Typschild bzw. Aufkleber am Motor, je nach Modell an unterschiedlicher Stelle Meist auf einem Typschild oder Aufkleber am Getriebegehäuse Im Zweifel über die FIN klären

Bei Herstellern wie Opel, Ford, Renault oder Peugeot unterscheidet sich die genaue Stelle je nach Motor und Baujahr. Ein wichtiger Hinweis gilt für alle Marken: Die Zulassungsbescheinigung zeigt den Motorcode nicht immer an. Verlassen Sie sich deshalb nicht allein auf die Fahrzeugpapiere.

Motorcode, Motornummer und Getriebecode: der Unterschied

Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. Für den Kauf ist die Unterscheidung aber entscheidend:

  • Motorcode (Motorkennbuchstaben, Motorkennung): bezeichnet den Motortyp, zum Beispiel CFFB. Motoren mit demselben Code sind grundsätzlich baugleich.
  • Motornummer: die individuelle Seriennummer genau dieses einen Motors. Sie identifiziert Ihr Exemplar, sagt aber allein nichts darüber, welcher Ersatzmotor passt. Bei Mercedes-Benz beginnt die eingeschlagene Nummer mit der Typbezeichnung (zum Beispiel 651.921), und genau dieser Teil zählt für die Suche.
  • Getriebecode (Getriebekennbuchstaben, Getriebetyp): bezeichnet den Getriebetyp, zum Beispiel LHD bei VW, 722.906 bei Mercedes-Benz oder GA8HP50Z bei BMW.

Notieren Sie am besten beide Codes, Motor und Getriebe, sobald Sie am Fahrzeug sind. Ein Foto mit dem Smartphone reicht. So haben Sie die Angaben griffbereit, wenn Sie Angebote vergleichen oder mit uns telefonieren.

Mit der FIN weiterkommen

Finden Sie weder Aufkleber noch Typschild, hilft die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN, auch Fahrgestellnummer oder VIN). Sie besteht aus 17 Zeichen und steht in der Zulassungsbescheinigung, häufig auch gut sichtbar unten an der Windschutzscheibe. Über die FIN kann ein Vertragshändler oder ein Teilehändler nachsehen, welcher Motor und welches Getriebe ab Werk verbaut wurden.

Beachten Sie dabei: Die FIN beschreibt den Auslieferungszustand. Wurde der Motor oder das Getriebe schon einmal getauscht, kann der tatsächlich verbaute Code abweichen. Gleichen Sie die Angabe deshalb wenn möglich mit dem Code am Aggregat selbst ab.

Wenn der Code nicht mehr lesbar ist

Schmutz, Öl und Korrosion machen eingeschlagene Codes mit den Jahren schwer lesbar. So gehen Sie vor:

  1. Die Stelle bei kaltem Motor vorsichtig reinigen, zum Beispiel mit Bremsenreiniger und einem Lappen.
  2. Mit einer Taschenlampe im flachen Winkel ausleuchten. So werden eingeschlagene Zeichen oft wieder sichtbar.
  3. Die Stelle fotografieren und das Foto vergrößern. Das ist meist einfacher, als im engen Motorraum direkt zu lesen.
  4. Aufkleber und Unterlagen prüfen: Datenträger, Serviceheft und Rechnungen früherer Werkstattbesuche nennen den Code häufig.
  5. Bleibt es unklar, den Code über die FIN beim Händler abfragen lassen.

So suchen Sie auf motoren-dejong.de nach Code oder OE-Nummer

Haben Sie den Code, geben Sie ihn einfach in die Suchleiste oben auf unserer Seite ein. Die Suche findet Motorcodes, Getriebecodes und OE-Nummern. Ein Beispiel: Die Suche nach CFFB zeigt alle Angebote mit diesem Motorcode. Achten Sie vor dem Kauf auf diese Punkte:

  • Vergleichen Sie den Code Ihres alten Motors oder Getriebes mit dem Code in der Artikelbeschreibung. Nur bei gleichem Code ist das Teil baugleich.
  • Prüfen Sie den Zustand (Neu, Gebraucht oder Überholt), der bei jedem Artikel angegeben ist. Welche Variante zu Ihrem Fahrzeug passt, erklärt unser Ratgeber Gebrauchtmotor, Austauschmotor oder neu.
  • Denken Sie an das Altteilpfand: Sie erhalten es zurück, wenn Sie Ihr altes, baugleiches und vollständiges Teil zurückgeben. Auch dafür ist der richtige Code wichtig.
  • Haben Sie Zweifel, rufen Sie uns vor der Bestellung an.

Hilfe bei der Zuordnung

Sie haben einen Code gefunden, sind aber nicht sicher, ob er zum Angebot passt? Oder Sie finden gar keinen Code? Rufen Sie uns an unter +49 4950 93890 (Mo–Fr 8:30–12:30 und 13:30–17:30) oder schreiben Sie an info@motoren-dejong.de. Halten Sie am besten Ihre FIN und, falls vorhanden, ein Foto vom Code bereit. Den passenden Ersatz finden Sie in unseren Kategorien Motoren und Getriebe.

Häufige Fragen

Steht der Motorcode im Fahrzeugschein?

Nicht zuverlässig. Sicherer sind der Code am Motorblock, bei der VW-Gruppe der Datenträger-Aufkleber, oder eine Abfrage über die FIN beim Händler.

Passt ein Motor mit anderem Code, wenn Hubraum und Leistung gleich sind?

Nicht automatisch. Ein anderer Code bedeutet oft andere Anbauteile, Anschlüsse oder Abgastechnik. Lassen Sie das vor dem Kauf prüfen oder rufen Sie uns an.

Brauche ich beim Motortausch auch den Getriebecode?

Für den Motor selbst zählt der Motorcode. Den Getriebecode brauchen Sie, sobald das Getriebe ersetzt wird. Es lohnt sich, ihn gleich mit zu notieren.

Was bedeutet baugleich beim Altteilpfand?

Das zurückgegebene Altteil muss dem gekauften Teil entsprechen, also denselben Typ haben und vollständig sein. Nach Eingang und Prüfung wird das Pfand vollständig erstattet.

Passendes Teil finden

Suchen Sie direkt nach Ihrem Code

Geben Sie den Motorcode, Getriebecode oder die OE-Nummer ein. Unsicher, ob es passt? Rufen Sie uns an, wir prüfen es gern für Sie.

Anrufen: +49 4950 93890
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